Archiv des Autors: Digital German Women's Archive

Studentische Mitarbeiter_in für die Genderbibliothek des ZtG gesucht

Wer möchte und kann während des Studiums in der Genderbibliothek des ZtG arbeiten?
Die Stelle ist anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich. Basis ist die Liebe zu Bibliotheken und Wissen. Hauptaufgaben sind: Dokumente für unseren Online-Katalog erfassen und unsere Nutzer_innen beraten. Dazu sind Fähigkeiten und Kenntnisse der Gender Studies, des Bibliothekswesens und zum Web 2.0  nötig. Außerdem ist die Stelle eine gute Gelegenheit, auch pädagogische Fähigkeiten zu stärken, wenn unsere Studierenden in Kursen zur Literaturrecherche und Literaturverwaltung mit Hilfe zur Selbsthilfe befähigt werden.

AUSSCHREIBUNG: Studentische Mitarbeiter_innenstelle in der Genderbibliothek
Kennziffer: P3/120/2013;
Bewerbungsfrist: 16.1.-30.1.2014

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Neue Spezialdatenbank zu geschlechtsspezifischer Gewalt

  Das Resource and Documentation Centr (RDC) des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius präsentierte zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft  von Zypern in Nicosia eine neue Datenbank mit internationalen Ressourcen zu Genderthemen. Das Pilotprojekt startete zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt. Diese Datenbank ist auf der Internetseite des  RDC für alle Interessierten zu nutzen.
Entstanden ist die Datenbank in Zusammenarbeit von fünf europäischen Dokumentationszentren und Bibliotheken, die sich mit Genderfragen beschäftigen und dem RDC in Vilnius:

  • Aletta – E-Quality: the institute for gender equality and women’s history in Amsterdam
  • Amazone – Resource Centre for Equality between Women and Men in Brussels,
  • Cid-Femmes – Centre d’Information et de Documentation des Femmes in Luxembourg,
  • Gender Library at Humboldt-Universität zu Berlin und
  • KVINNSAM– National Resource Library for Gender Studies at Gothenburg University.

Die Datenbank stellt erstmals in Europa über 26.000 Datensätze zum Thema “geschlechtsspezifische Gewalt” in mehreren Sprachen bereit. Das Thema selbst wird inhaltlich sehr breit widergespiegelt – von physischer Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, über sexuelle Gewalt, Zwangsheirat, Prostitution und Menschenhandel bis zu Stalking, Mobbing und sprachlicher Gewalt.
Die gemeinsame Arbeit an dieser Datenbank soll in der Zukunft fortgesetzt werden, mit weiteren Themen und weiteren Institutionen. Deshalb ist es wichtig, die Datenbank des bisherigen Pilotprojekts zu testen; mögliche Wünsche und Anmerkungen können an die Genderbibliothek  gemeldet werden.
Weitere Informationen liefert eine kleine Publikation zum Pilotprojekt auf Deutsch.

47. Tagung der Lesben-/Frauenarchive und -bibliotheken in Kassel

Am kommenden Wochenende findet vom 19.-21.10.2012 die 47. Tagung der Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -Informations- und Dokumentationsstellen statt. Viele dieser Einrichtungen sind im Dachverband i.d.a.organisiert. Der Dachverband vereint zurzeit 36 kleine und große, regionale und nationale, öffentlich geförderte und gemeinschaftlich geleitete Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum, nämlich aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Norditalien und der Schweiz.
Das Treffen in Kassel steht unter dem Thema Auf der Datenbahn durch Europa – Zugangswege zu und Vernetzung von Quellen zur Geschlechtergleichheit.
Den Eröffnungsvortrag wird Kathrin Ganz von der TU Hamburg-Harburg halten zum Thema: Die Archive ins Netz und das Netz in die Archive : Lesben/Frauenarchive in der digitalen Welt.
Die verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigen sich während des Treffens

  • mit dem Personendatenschutz bei Online-Findmitteln,
  • mit der Deutschen Digitalen Bibliothek/EUROPEANA,
  • mit der Personennormdatei und dem Projekt Deutsche Biografie,
  • mit Lobbyarbeit,
  • Feministischer Archivpädagogik und
  • mit der internationalen Arbeit des Dachverbandes.

Außerdem findet ein Workshop zu Sozialen Netzwerken statt, in dem auch praktisch geübt wird, wie Facebook und Wikipedia genutzt werden können.
Natürlich gibt es wieder die Möglichkeit das veranstaltende Archiv der Deutschen Frauenbewegung zu besichtigen und bei einem geführten Stadtrundgang Casselerinnen aus zwei Jahrhunderten kennenzulernen.

Online-Diskussion zur Umbenennung des Bibliothekartages gestartet

Gestern, am Abend des Internationalen Frauentages am 8. März 2012, wurde im Blog des Vereins der Deutschen Bibliothekare endlich die Diskussion zur Umbenennung des Bibliothekartages gestartet. Mit einem Antrag im Vorfeld des 100. Bibliothekartages an 6 bibliothekarische Vereinigungen in Deutschland und Österreich haben Jana Haase vom BIB und ich vom VDB in Zusammenarbeit mit Kolleginnen aus österreichischen Bibliotheken vorgeschlagen, den bisherigen Namen “Bibliothekartag” (der in Österreich auch noch so heißt) in BIBLIOTHEKSTAG zu ändern .
In unserer Begründung zum Antrag verweisen wir darauf, dass die alte Bezeichnung nicht nur aus Gründen der geschlechtersensiblen Sprachverwendung und des 80-prozentigen Anteils von arbeitenden Frauen in Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß ist.  Sie umfasst auch längst nicht mehr die Vielzahl von Berufen und Tätigkeiten, die im Einklang mit der technischen Entwicklung heute in Bibliotheken arbeiten.
Aus all den aufgeführten Gründen ist die Umbennung wichtig und richtig. Sprache soll die Realität abbilden und sie auch positiv beeinflussen! Aus diesem Grunde ist sehr zu begrüßen, dass der Vorstand des VDB vorschlägt, im Rahmen der Satzungsänderung, für die es beim letzten Bibliothekartag in Berlin eine Mehrheit mit nur drei Gegenstimmen für meinen Vorschlag einer geschlechtergerechten Umformulierung gab, auch die alte Bezeichnung in “Verein der Deutschen Bibliothekarinnen und Bibliothekare” umzubenennen (was in Österreich bereits der Fall ist).
Dem Vorstand ist die geschlechtergerechte Benennung laut Stellungnahme ein wichtiges Anliegen, weshalb “der eingeführte Name ‘Deutscher Bibliothekartag’ um einen Zusatz ergänzt werden (sollte), der diesem Aspekt Rechnung trägt.”
Was könnte das sein? Wie kompliziert soll das werden? Wer einen Vorschlag hat und sich auch sonst an der Diskussion im Weblog des VDB beteiligen möchte, sollte das tun. Unseren eingereichten Antrag hatten bereits damals 45 Kolleginnen und Kollegen unterschrieben; auch während der Langen Nacht der Bibliotheken in Berlin erhielt der Antrag regen Zuspruch und weitere 25 Unterschriften. Was meinen Sie? Was meint Ihr?
Bitte unterstützen Sie unseren Antrag und schreiben Sie einen kurzen Kommentar!
Dr. Karin Aleksander