Nachlese

OPL-Treffen im Museum für Kommunikation am 17. Juni 2022

Claudia Loest, Leiterin der Bibliothek des Museums für Kommunikation, stellte ihre Bibliothek vor, deren Anfänge bis in das Jahr 1872 zurückreichen. In der Geschichte der Bibliothek, die aus vielen Teilbeständen zusammengesetzt ist, spiegelt sich die Zeigeschichte des vorletzten und letzten Jahrhunderts. Insbesondere die Evakuierung der Bestände während des Zweiten Weltkriegs, die folgende Teilung der Stadt, die spätere Privatisierung der Post haben Spuren im Bestand der Bibliothek hinterlassen. 

Die Bibliothek ist überwiegend für die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Kurator*innen des Museums da. Bibliothekarisch betreut werden vor allem die aktuellen Ausstellungsprojekte im Haus. Aber auch eine interessierte Öffentlichkeit (ab 18 Jahren) kann die Bibliothek nutzen. Ein großes Projekt der letzten Jahre war die Digitalisierung der Berliner Telefonbücher der Jahre 1881 bis 1902, die als Online-Datenbank nun uneingeschränkt nutzbar sind.

Aktuell arbeitet die Bibliothek mit der Bibliothekssoftware Bibliotheca und bereitet sich auf den Einstieg in den SWB-Verbund vor.

Anschließend war der Inhaber und Gründer der Firma Bookfarm, Sebastian Seckfort, eingeladen, seine Firma vorzustellen. Das Online-Antiquariat arbeitet ausschließlich mit Bibliotheken zusammen und bietet Bibliotheksdubletten (auch Zeitschriften, graue Literatur und Separata) zum Weiterverkauf auf den verschiedensten Portalen (ZVAB, Booklooker etc.) an. 

Max Hallmann von der Bibliothek des Landesarchivs Berlin berichtet über seine Erfahrungen mit der Einführung der Bibliothekssoftware Koha.

Beachtet werden sollte unter Anderem:

  • möglichst alle Stakeholder mit ins Boot zu holen (Vorgesetzte, Nutzende, Beschäftigtenvertretung, Datenschutzbeauftragte, IT, Kolleg*innen …).
  • eingehend zu prüfen, ob der Betrieb von Koha in Eigenleistung machbar, sinnvoll und kosteneffizient ist. Falls nicht sollte Koha als „Software as a Service“ bei einem externen Anbieter beschafft werden.
  • Wenn Koha als „Software as a Service“ beschafft wird fallen laufende Kosten an.
  • benötigte Finanzmittel rechtzeitig zu beantragen, auch Nebenkosten, wie Datenkonvertierung oder Serverbetrieb mitbedenken.
  • die Benutzung während des Programmumstiegs rechtzeitig zu planen und Benutzende über Veränderungen rechtzeitig zu informieren.
  • Koha geht von Barcodes aus, es wird immer eine eineindeutige Identifikationsnummer gebraucht um Exemplare zu verwalten. 
  • für die Verwaltung elektronischer Ressorcen mit Koha muss Coral ERM als externes Modul angebunden werden.
  • es existiert eine Mailingliste für die Koha-Anwender*innen im deutschsprachigen Raum. Zudem werden jährliche Koha-Anwendertreffen organisiert
  • andere Bibliotheken in Berlin die Koha erfolgreich einsetzen:
    • Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung 
    • Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz

Nachfragen gerne an Max Hallmann.

OPL-Webseite

  • Einrichtungen, die noch nicht auf der OPL-Seite vertreten sind, sollen bitte Informationen und Fotos schicken.
  • Der Vorschlag, den Arbeitskreis auch über social media (Twitter, Instagram) zu bewerben, wird angenommen. Ein Instagram- und ein Twitteraccount werden eingerichtet. 
  • Ziel ist es den Arbeitskreis in der Öffentlichkeit zu bewerben. 

Verschiedenes

Bis Ende Juni können sich Bibliotheken für den Innovationspreis Berlin Brandenburg bewerben (http://bibliotheksforschung.de/innovationspreis/innovationspreis-2022/)

Nächste Treffen: 

  •     voraussichtlich am 23.9.2022 in der American Academy
  •     November 2022 im difu (Verabschiedung von Rita Gräber, sie geht Ende 2022 in den Ruhestand / Weihnachtsfeier)

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